Plattform Lebenswertes St. Veit
Unser Lebensraum in St. Veit, das „Dorf in der Stadt“ ist ein kostbares Gut. Vielfältige Bauprojekte haben den verbliebenen Grünraum in den letzten Jahrzehnten sukzessive eingeschränkt, der Grünraum schwindet immer mehr. Die Entwicklungen schreiten voran, vielfältige Interessen gefährden die gewachsene Ortsstruktur von St. Veit. In einer Zeit, in der die allgemeine Hektik zunimmt, sind Orte der Geborgenheit von größter Bedeutung. St. Veit, die Kirche, die Schule, der Kindergarten und der umliegende Grünraum stellen einen Heimatbezug mit größter Lebensqualität dar. Für die Bevölkerung ist insbesondere das Gabriachtal ein beliebtes Sommer- und Wintersportgebiet, aber auch Abenteuer- und Erlebnisbereich. Das Gabriachtal dient auch als Frischluftschneise für den Norden von Graz.
Der weitgehende Erhalt unseres Lebensraumes, stellt für uns ein besonderes Anliegen dar. Sinnvolle Weiterentwicklungen sind zu unterstützen. Allfällige weitere Einschränkungen des Grünraumes sollen tunlichst vermieden werden.
Mit der Gründung der „Plattform Lebenswertes St. Veit“ wollen wir einen Nachdenkprozess starten, das Bewusstsein schärfen und zum aktiven Mittun und Mitdenken einladen. Dies unter Einbezug aller relevanten Kräfte, z.B. Pfarren, Schulen, Bezirksrat bzw. Bezirksvorstehung, Bürgerinitiativen.
Vorrangige Ziele unserer Aktivitäten sind:
- Eine koordinierte Entwicklung des Raumes St. Veit/ Andritz bis nach Stattegg; Siedlungsentwicklung und Bevölkerungszuwachs sind auf den aktuellen Widmungsbestand zu begrenzen; Baumaßnahmen sollen dem Verdichtungsprinzip folgen, der Naturraum ist in seiner Qualität - vor allem für Freizeitaktivitäten, als Frischluftzubringer und landschaftliches Juwel - zu erhalten.
Basis für unsere Überlegungen ist das von uns in Auftrag gegebene Stadtteilkonzept St.Veit/Andritz-Stattegg, 2011, siehe:
http://www.plattformstveit.at/files/Konzept_StVeit_2011-12-16_gesamt.pdf
- Entschieden treten wir ein gegen jede Form der Umfahrungsstraße um den Ortskern St. Veit sowie gegen jedwede Form der Verbauung der Grundflächen zwischen Winterwirt und Kirche/ Schule sowie im Gabriachtal selbst; wir sind gegen Supermarktprojekte am Fuße des Kirchhügels.
- Das Erhalten des sog. Gabriachtales bis zur unteren Schirmleiten sowie bis zum Naturerlebnispark als Naherholungsgebiet. Das Wegenetz soll gekennzeichnet werden, für Hunde wäre ein eigenes Areal vorzusehen.
- Das Erhalten der gewachsenen Ortsstruktur von St. Veit mit den Bildungseinrichtungen.
- Das Erstellen eines Verkehrskonzeptes, besonders um eine Lösung für den wachsenden Durchzugs- und Nahverkehr zu finden. Erhöhung der Verkehrssicherheit besonders für unsere Kinder; insbesondere der wachsende Durchzugsverkehr entlang der St. Veiter Straße muss durch verkehrssichernde Maßnahmen (Gehsteige, Überquerungshilfen, Geschwindigkeitsbeschränkungen…) flankiert werden. Der öffentliche- und Radverkehr ist so gut es geht zu forcieren.
- Eine gute Abstimmung der Infrastrukturinteressen mit der Gemeinde Stattegg. Da Stattegg in hohem Maße auf die Verkehrsinfrastruktur von St. Veit angewiesen ist, ist ein natürlicher Koordinationsbedarf hinsichtlich Bau- und Verkehrsentwicklung gegeben. Wir wollen einen Expressradweg entlang der Statteggerstraße.
- Wir sind gegen eine weitere Verbauung des Rannachgebietes. Daher sehen wir keinen Anlass, Verkehrswege für den Schwerverkehr auf die Rannach zu schaffen.
- Forcierung eines naturschonenden Hochwasserschutzes.
- Genaue Beobachtung von politischen Entscheidungen, besonders betreffend Flächenwidmung und Baugenehmigungen, Kontaktnahme mit politisch Verantwortlichen, speziell auch der Gemeinde Stattegg
Informationsaustausch über geplante Baumaßnahmen bzw. Veränderungen im Raum St. Veit/ Gabriachtal – Information der Öffentlichkeit
Regelmäßige Treffen zur Vernetzung der Anliegen, Organisation von Informationsveranstaltungen
Wir laden alle Interessierten zum aktiven Mitdenken und Mittun ein!
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